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Im Jahr 1947 wurde der Pfadfinderstamm Rhede gegründet. Die Gruppenarbeit wurde im damals noch ungenutzten Haus der Arbeitervereins begonnen. Die wenigen Mitglieder mußten sich als noch wenig bekannter Verband innerhalb der Jugendorganisation der katholischen Kirche zunächst einen Namen machen.

Ende der fünfziger Jahre wurde das pädagogische Konzept der DPSG erneuert. Projektorientierte Arbeitsmethoden ergänzten ab jetzt die pfadfinderische Idee der Naturverbundenheit. Neu war auch die Aufnahme von Mädchen in den Stamm.

Ende der siebziger Jahre ging die Zahl der Mitglieder und damit die Aktivität des Stammes Rhede zurück. Die Gründung eines Fördervereins 1979 durch ehemalige nun erwachsene Pfadfinder gab der Idee neuen Schwung und in kürzester Zeit fand sich eine große Zahl Interessierter zusammen.

Zwischen 1981 und 2012 beherbergte das „Pfadfinderhaus“, das ehemalige Wohnhaus der Familie Teriete / Benning, ideale Voraussetzungen für die Gruppenarbeit. Es wurde dem Stamm zur Verfügung gestellt und von den Mitgliedern renoviert. Mit der Anmeldung von Eigenanspruch endete die Nachbarschaft mit der Familie Teriete / Benning nach über 30 Jahren. Neues Zuhause der Rheder Pfadfinder wurden die Räumlichkeiten im Dachgeschoss des Pfarrheims St. Gudula.

Die DPSG-Rhede ist mit ca. 150 aktiven Mitgliedern nach wie vor einer der größten Pfadfinderstämme im Bezirk Borken. Heute leiten ca. 30 junge Erwachsene 8 Gruppen unterschiedlicher Altersstufen. Das pädagogische Konzept der DPSG ist immer weiter entwickelt worden, die eingeführte Projektmethode ist dennoch, wenn auch abgewandelt, geblieben. Ziel der Pfadfinder ist es, daß junge Menschen Verantwortung für sich und die Gruppe übernehmen.
Wichtig ist vor allem die gemeinsame Umsetzung von Projekten und das gemeinsame Erfahren, zum Beispiel im Lager.

Zu den Aktivitäten der letzten Zeit zählt dann auch die Feier des 50 Jährigen Bestehens 1998 mit einem großen gemeinsamen Lager in Westernohe, dem Tag der offenen Tür am Pfadfinderhaus, der Jahresaktion, einer großen Festgala im „Rheder Ei“, der Teilnahme am Karnevalsumzug.

Eine musikalische Bereicherung findet regelmäßig statt: Scoutstock, das Pfadfinder- Musik-Festival in Rhede mit vielen Bands aus den Pfadfindern und aus der Umgebung.

Regelmäßig steht außerdem das Friedensgebet und neuerdings die Aktion „Licht von Bethlehem“ auf dem Programm.

Aber die wichtigste Arbeit ist für uns die Arbeit in den Gruppen, in denen Kinder und Jugendliche lernen ihr eigenes Programm zu gestalten, Fähigkeiten auszuprobieren und Stärken und Schwächen zu erkennen.

Wer mehr über die Pfadfinder erfahren oder mitmachen will, kann sich bei Vera Groß-Bölting via Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden oder über diese Internetpräsenz Kontakt zu uns aufnehmen.

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"Verlasst die Welt ein bisschen besser als Ihr sie vorgefunden habt", mit diesem Zitat des Gründers der Pfadfinderbewegung Lord Robert Baden Powell ist eigentlich schon viel über Pfadfinder, deren Grundsätze und Ziele gesagt. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) zeigt jugendliches Engagement auf vielen verschiedenen Ebenen; sei es der Schutz der immer bedrohteren Umwelt oder die Völkerverständigung in der "Einen Welt".

Durch interkulturelles Lernen und den Einsatz für Weltoffenheit und Toleranz können Pfadfinder schon in der Kindheit lernen, was es heißt Verantwortung gegenüber dem Nächsten zu zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt der DPSG liegt in der Behindertenarbeit. Durch integrative Projekte und auch die wöchentlichen Gruppenstunden werden behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche gleichberechtigt.
Als Teil einer weltweiten Bewegung setzt sich die DPSG seit jeher für Frieden, wechselseitiges Verständnis und solidarisches Handeln in den Beziehungen zwischen den Völkern ein. Die DPSG ist Mitglied in der internationalen Organisation WOSM ( World Organisation of Scout Movement.
Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg ist mit mehr als 100.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen der größte katholische Jugendverband in Deutschland.
Die DPSG ist in 4 verschiedene Alterstufen aufgeteilt; die Jüngsten (Wölflinge) fügen sich aus 8-11 jährigen Jungen und Mädchen zusammen, die Gruppen der Jungpfadfinder bestehen aus Jugendlichen zwischen 11 und 13 Jahren, im Alter von 14-16 Jahren nennen sich die Mitglieder dann Pfadfinder und die 18- 21-Jährigen sind die ältesten Gruppen, die Rover.
Alle Gruppen werden von Leitungsteams, bestehend aus 3-4 jungen Erwachsenen, durch die wöchentlichen Gruppenstunden, Sommerlager, Hikes und andere Unternehmungen geleitet.
Um einen pädagogisch wertvollen Umgang mit den Kindern und Jugendlichen zu erreichen werden die erwachsenen Leiter nach modernen Ausbildungskonzepten fortgebildet. (Mehr dazu z.B. in der Anlage "das Ausbildungskonzept der DPSG in der Diözese Münster")
Die DPSG ist in 25 Diözesen unterteilt, in denen mehr als 1200 Stämme in 137 Bezirken ehrenamtliche, verbandliche Jugendarbeit leisten.
Bei der DPSG sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam auf dem Weg. In den Gruppen erleben die Gleichaltrigen Gemeinschaft und übernehmen schrittweise Verantwortung für sich und die Gruppe unter Berücksichtigung der Wünsche und Bedürfnisse jedes Einzelnen.

© aus: Projektarbeit zur Sponsorensuche für das Scoutstock (Georg Kentrup)

 

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Im Jahr 1907 veranstaltet der spätere Gründer der Weltpfadfinderbewegung, Lord Robert Baden Powell auf Brownsea Island in Großbritannien mit 22 Jungen aller sozialen Schichten das erste Zeltlager. Er probiert hier erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe. 1909 führt der Stabsarzt Dr. Alexander Lion den Pfadfindergedanken in Deutschland ein. Er "erfindet" das Wort "Pfadfinder" und nimmt die Konzepte Baden- Powells als Vorbild für Jugendarbeit in Deutschland. 1922 gründet sich dann die Weltpfadfinderbewegung, die heute mehr als 34 Millionen Mitglieder hat.


In den Wirren des nationalsozialistischen Deutschlands der 30er Jahre verbietet das Regime 1934 das Tragen der pfadfindertypischen Kluft und der Druck wächst weiter so das sich der Georgspfadfinder nicht mehr öffentlich zu seinem Verband bekennen kann. 1937 kommt es zur Auflösung der ersten Pfadfinderschaften in Münster und anderen Städten durch die Gestapo. 1938 wird die DPSG offiziell verboten und aufgelöst, im Untergrund jedoch nehmen einzelne Mitglieder Bedrohung und Verfolgung auf sich, weil sie am pfadfinderischen Leben als eigenständige Alternative gegen die Repression des Nationalsozialismus festhalten. In dieser Zeit werden auch erste interkulturelle Kontakte geknüpft, die die Grundlage für spätere Verständigung und Projekte bilden.
Nach Beendigung des 2. Weltkriegs gründen sich viele Pfadfindergruppen auf örtlicher Ebene neu. 1947 wird der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) durch die DPSG mitbegründet und langsam kehren wieder normalisierte Verhältnisse ein. 1956 wird in Westernohe im Westerwald eine Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen von Pfadfindern in Eigenarbeit errichtet. Am gleichen Ort entsteht später das Bundeszentrum der DPSG.
1961 findet die erste bundesweite Jahresaktion für körperbehinderte Jugendliche statt. Mehr als 250.000 DM werden in den unterschiedlichen Ebenen durch verschiedene Aktionen gesammelt. Die Einführung der Jahresaktion "Flinke Hände, Flinke Füße" hat seitdem eine lange Tradition und aktiviert jährlich den gesamten Verband gegen Missstände zu demonstrieren und mit finanzieller und moralischer Unterstützung hilfsbedürftigen Menschen auf der ganzen Welt unter die Arme zu greifen. So wendet dich die Solidaritätsaktion 1990
gegen die Verschärfung der Asyldebatte mit dem Motto "Wir haben Platz im Boot". 1995 werden im Rahmen der Solidaritätsaktion Ruanda 700.000 DM für das kriegsgeschüttelte Land gesammelt und außerdem 20 verfolgte ruandische Pfadfinder in Deutschland aufgenommen und von der DPSG aufgenommen.
In den 90er Jahren finden immer wieder Großveranstaltungen und auch fortwährend projektorientiertes Arbeiten in den einzelnen Gruppen statt. Hier werden Themen wie die interkulturelle Verständigung, Kindermitbestimmung und Umweltschutz behandelt.

© aus: Projektarbeit zur Sponsorensuche für das Scoutstock (Georg Kentrup)

header konzepteDie Struktur der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg ist recht vielschichtig und beinhaltet viele moderne Pädagogik- Konzepte. Um nicht auf alle einzelnen Gebiete einzugehen, erscheinen hier zwei inhaltliche Schwerpunkte:

Tätige Solidarität in der "einen Welt":

Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen heute in einer multikulturellen Umgebung auf. Dies ist bei den Mitgliedern unserer Gruppen nicht anders. Ob bei der Urlaubsreise in ferne Länder oder beim Surfen im Internet, ob beim Einkaufen im türkischen Geschäft oder beim Gespräch mit Klassenkameraden aus Rußland: Erfahrungen mit Menschen anderer kultureller Herkunft sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das geht nicht immer reibungslos von statten. Konflikte und Vorurteile bestimmen häufig das Bild.
Als christliche Pfadfinder sind wir Teil einer internationalen Bewegung. Deshalb ist unsere Position klar: Ausgrenzung und Deutschtümelei sind nicht unsere Sache. Im Gegenteil: Wir finden es spannend, Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen und gemeinsam nach Wegen für ein demokratisches Miteinander zu suchen. Ein solches interkulturelles Lernen fordert aber auch unser Engagement: Intoleranz und Rassismus treten wir entgegen und setzen uns für eine offene, multikulturelle Gesellschaft ein. Gerade bei diesen leider sehr aktuellen Frage findet man viele Beispiele des Engagement gegen Rechtsextremismus und Gewalt an ausländischen Mitbürgern.
Viel interkulturelle Verständigung läuft aber vor allem in den Gruppen vor Ort. Durch spielerische Auseinandersetzung mit dem "Fremden", durch internationale Begegnungen und und und

 

Umweltpädagogische Ansätze in der DPSG:

Umweltpädagogik in der verbandlichen Jugendarbeit, das heißt mit Sicherheit nicht nur mit den Kindern und Jugendlichen "Müll im Wald sammeln" oder die "Demo gegen Atomenergie" durch zuführen. Es bedeutet vielmehr die Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für Umweltproblematiken, sinnvoller Umgang mit "Gottes Schöpfung", und das Übernehmen von Verantwortung für den eigenen Lebensraum. Durch die Technisierung des alltäglichen Lebens auch schon während der Kindheit und Jugend in der heutigen Zeit sind diese Grundlagen schon lange nicht mehr selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, den Mitgliedern in der ständigen projektorientierten Gruppenarbeit ein Gespür für die Prägnanz der aktuellen und auch zukünftigen Lage der Natur zu vermitteln. Die Jugendlichen werden aufgefordert, gegen die stete Zerstörung ihres eigenen Lebensraumes einzustehen und sich für alternative Möglichkeiten und Lösungen einzusetzen.. So sind in der kreativen Realisierung dieser Ansätze den einzelnen Gruppenleitern und später auch Gruppen selbst keine Grenzen gesetzt.
Als Beispiele hierfür kann man z.B. bei den Jüngsten ( Wölflinge) thematische Arbeit unter dem Oberbegriff "Wasser" finden. So werden verschiedenste Fragestellungen mit den Kindern erarbeitet und das oben angesprochene Gespür wird aktiviert. Bei älteren Gruppen geht es dann weiter mit dem (z.B. Lager-) Leben auf ökologisch sinnvollen Grundlagen bis hin zum fast schon politischen Handeln gegen Umweltzerstörung und Missbrauch natürlicher Ressourcen.
Gerade auch durch die Bindung an die katholische Kirche und die damit grundsätzlichen moralischen Werte die die mitteleuropäische Kultur beinhalten, sehen wir uns in der Verantwortung den Jugendlichen, frei nach dem Grundsatz "learning by doing" (Baden-Powell), den Schutz der Umwelt als einen der wichtigsten Grundsteine menschlichen Zusammenlebens zu vermitteln.
Die Verknüpfung der verschieden pädagogischen Komponenten zeigt sich an vielen Stellen des Verbandes: So wird durch die Unterstützung der Organisation "Transfair" (eine Handelsgesellschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat ausschließlich fair-gehandelte Lebensmittel, d.h. z.B. ökologisch angebaute und mit gerechter Bezahlung vergütete Rohstoffe zu verwenden) eine Kombination aus Interkulturalität und Umweltverständnis erzielt. Durch die Integration behinderter Menschen wiederum in diese Konzepte wird ein weiterer Schwerpunkt mit den anderen verknüpft usw...

© aus: Projektarbeit zur Sponsorensuche für das Scoutstock (Georg Kentrup)

 
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