Von André Grunden

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Es wäre vermutlich gelogen, zu behaupten, dass am 31. September nicht ein Hauch von Nostalgie in der Luft lag. Verdenken konnte es uns auch wohl keiner, denn schließlich galt es an besagtem Tag, Abschied vom heißgeliebten Pfadihaus am Terwegenkamp zu nehmen. Trotzdem war die Stimmung bei der letzten gemeinsamen Lagerfeuerrunde an altbekannter Location letztlich doch mehr heiter als niedergeschlagen.

Mit über dreißig Jahren in der Hand der Rheder Pfadfinder war das Haus am Terwegen schließlich zweifellos das langjährigste, aktive Mitglied des Stammes und hatte sich als solches einen zünftigen Ausstand mehr als verdient.Zu diesem Anlass hatten sich Wegbegleiter (oder vielmehr: Mitbenutzer) aus allen Altersstufen vom Wölfling bis zu den Ehemaligen verschiedenester Generationen eingefunden, um noch ein letztes Mal durch die Räume der alten Pfadiheimstätte zu wandern.

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Im knappen offiziellen Teil hielt der Vorstand eine kleine Ausstandsrede und überreichte Familie Benning eine Schokoladen-Jurte als Abschiedsgeschenk für die sich nach so langer Zeit nun definitiv trennende Nachbarschaft.

Danach gab es Grillwürsten, Lagerfeuer, Gitarrenmusik und eine ganze Menge Gelegenheit für den Ausstausch untereinander – wann sonst hat man schließlich schon mal so viele aktive wie ehemalige Mitglieder des Stammes an einem Ort versammelt?

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Mit schwindendem Tageslicht und sinkenden Temperaturen rückten wir gegen Ende dann noch einmal alle etwas enger ums Lagerfeuer zusammen und gaben alles, was die Singstimmen hergaben. Mit Wizo‘s „Letzter Sau“ und Bob Marley’s „No woman no cry“ schlich sich heimlich doch eine Prise Abschiedstrauer in die Reihen.

Ein letztes Mal im Pfadihaus, ab morgen nennt sich unser Domizil Pfarrheim St. Gudula; Erstes Obergeschoss.

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Aber wie wir es im Laufe des Abends schon zahlreich mit Bob Marley angesungen hatten: „Everything’s gonna be alright“ – es gibt keinen Grund, der Zukunft nicht zuversichtlich entgegenzublicken.

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