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 Von André Grunden

 

Bereit für Abenteuer in eine weit, weit entfernte Galaxis trafen sich am pfingstlichen Freitag Nachmittag alle Jediadepten der Rheder Pfadfinder. Der Rat der Jediakademie hatte zur Padawan-Ausbildung geladen und viele neugierige Weltraumabenteurer waren dem Ruf gefolgt. Eine Jedi-Akademie in Rhede? Was es nicht alles gibt…

Nach einem ermunternden Reisesegen von Diakon-Meister Heiner Renzel erklommen wir die Laderampen des T-X Weltenbummler-Fighters, der verdächtig nach einem Todesstern aussah und machten uns bereit für die rumplige Reise ins mysteriöse Sternensystem Nordwalde. Die ging allerdings erst mal mit Lichtgeschwindigkeit in Richtung Bocholt. Verstand so recht keiner, aber die mitreisende Akademieleitung versicherte, dass es sich dabei lediglich um ein Manöver handelte, um fiese Verfolger von unserer Fährte abzulenken.

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In Nordwalde angekommen, stellten wir rasch fest, dass es uns definitiv in einer anderen Galaxie verschlagen hatte – in Rhede konnte das Wetter unmöglich so gut sein, wie es hier war. Dann gab es auch schon die erste Ausbildungseinheit zu bestehen: Zelte aufbauen. Eine wunderbare wie mühselige Arbeit, bei der manch ein gestandener Jedi-Meister alsbald feststellte, dass er in seiner eigenen Ausbildung beim Zeltstangen-Verknoten wohl den Unterricht geschwänzt hatte. Doch die Wege der Macht sind bekanntlich unergründlich, weshalb es wenig verwunderlich schien, dass wir in den kommenden Tagen noch eine Menge Gelegenheit haben würden, unsere Zeltbau-Künste wieder zu routinisieren.

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Am Samstagmorgen begann dann endlich die eigentliche Ausbildung zur Meisterschaft im Schwertgesurre. Bewaffnet mit einem schicken Ausbildungsausweis schwärmten unsere Padawane über das nordwaldenische Lagergelände und erwarben bei den großen Meistern der Jedikünste neue Fähigkeiten im Benutzen der Geisteskräfte, Raumfahrt und im Jedisprung. Abseits davon bot sich die Möglichkeit, sein eigenes Laserschwert zu bauen, das sich prima zur Anwendung an genervten Jedi-Meistern oder schnarchenden Zeltnachbarn eignete. Wer genug vom anstrengenden Padawan-Alltag hatte, konnte es sich in der Meditation bequem machen und spannenden Geschichten über Obi-Wan Kenobi lauschen. Dazu gab es nette Gitarren-Musik.

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Bei der nachmittäglichen Unter- Über- und sowieso Überall-Wasseraktion war man dann dank strahlendem Sonnenschein schon der allgemeinen Meinung, die Welt sei in Ordnung. Doch die Idylle trügte. Mit ernsten Gesichtern rief die Akademieleitung mit einbrechender Dunkelheit eine Krisensitzung mit allen Meistern und Padawanen zusammen: Man befürchtete, dass ein Feind unsere Energieversorgung lahmlegen wollte. Skandal! Wie sollte unser Kochteam denn ohne Strom weiter so schönes Essen für uns zaubern? Es wurde nicht lang gezögert, sondern rasch das Laserschwert gepackt und sich zur Verteidigung der Energiefelder gemacht. Die eintreffende Unterstützung nordwaldischer Verbündeter wurde dankend mitgenommen. Im Dunkel der abseits gelegenen Energieversorgung wurde die Lage rasch unübersichtlich. Eine Quelle nach der anderen verlosch und wir konnten es nicht verhindern. Doch endlich erkannten unsere findigen Pawane, was hier gespielt wurde: Es waren Verräter in den eigenen Reihen! Rasch wurden diese Verräter nun ausfindig gemacht, überwältigt und zurück ins Lager geschleppt. Nicht mit uns!

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Am nächsten Morgen kam im wahrsten Sinne des Wortes das schreckliche Erwachen: Nicht nur hatten die Verräter sich in der Nacht wieder befreit, auch die Hälfte der Zelte lag flach und man hatte sich erdreistet, den Jedi-Ratsherren Flo Kolks zu entführen! Das warf den Ausbildungsplan der Akademie gehörig durcheinander, denn schließlich musste Flo gerettet werden. Daher schnappten wir uns einmal mehr unsere Laserschwerter und machten uns auf die heldenhafte Befreiungsaktion – die Ausbildung wurde auf dem Weg fortgesetzt. Wir legten einen Gewaltmarsch hin und konnten die Verräter des vergangenen Abends schließlich in einem Waldstück einholen und zusammentreiben. Aber irgendwas stimmte hier nicht... Keiner von ihnen leistete Widerstand. Im Gegenteil: Das einzige, was sie zustande brachten, waren unzusammenhängende Fantasiewörter. Die Jedimeister waren ratlos, doch Gott sei Dank gab es ja noch unsere cleveren Padawane. Die schnappten sich einen Zettel und einen Stift und enträtselten, was die verwirrten Verräter da brabbelten: Der wahre Bösewicht war Flo Kolks, und er war ein Sithlord! Empört rasten wir zurück zum Lager und erwischten den flüchtigen Kolks gerade noch rechtzeitig, bevor er sich mit unserer Energieversorgung aus dem Staub machte. Unter Laserschwertgesurre ging er zu Boden und damit war der Tag endlich gerettet.

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Nachdem die Verschwörung aufgedeckt war, konnte die Akademie endlich wieder zum ursprünglichen Programm übergehen. Am Abend fand man sich am Rondell ein und alle Padawane wurden mit Urkunde zum erfolgreichen Abschluss ihrer Jediausbildung ausgezeichnet. Jetzt blieb noch Zeit zum Feiern. Nebenher hatte das Lager uns viel Raum zum Entspannen und Genießen des wundervollen Wetters geboten. Auch ein Austausch mit den Pfadikollegen Nordwaldes sorgte für angenehme Kurzweil. Da konnte man getrost unter den Tisch kehren, dass unbekannte Spaßbremsen sich zwei Nächte in Folge für überaus lustig hielten und unser halbes Lager flachzulegen versuchten. Denn, wie bereits erwähnt, ein wenig Training im Zelteaufbauen schadete auch unseren Jedimeistern nicht. Am Montag stiegen wir wieder in den Weltembummler-Sternenzerstörer und reisten zurück in die Heimat.

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Zum Abschluss noch ein paar Fotoimpressionen von unserem Kameravirtuosen Hacky:

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