Mit der letzten Leiterklausur hat sich einiges getan in den Zusammensetzungen der Leitungsteams unserer Juffis, Pfadis und Rover - von der neuen Wölflingsgruppe und dem endlich vollzogenen Stufenwechsel der Einhörner ganz zu schweigen.

Anlass genug, sich auf dieser Leiterklausur noch einmal zusammenzusetzen, um in einer gesunden Mischung aus Jung- und Altleitern pädagogische Fahrpläne für alle vier Stufen der DPSG zu entwickeln.

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Die Ergebnisse, die am vergangenen Wochenende ausgearbeitet, vorgestellt und lebhaft diskutiert wurden, finden sich nachstehend.

 

Wölflinge - "Sicher Neuland erkunden"

Leikla17 21 Für die kleinen Wölflinge ist so ziemlich alles, über das ältere Semester gar nicht mehr nachdenken, noch spannendes Neuland. Wie läuft ein Stammeslager? Woher bekomme ich eine Kluft? Wann darf ich den netten Wölfling darauf nähen? Viele Selbstverständlichkeiten müssen erst noch einmal unter sicherer Führung der erfahrenen Leiter erkundet und verstanden werden. Erkunden und Lernen, Gemeinschaft und Spaß, aber auch die Bedeutung der eigenen Meinung stehen für die Wölflingsmeute im Vordergrund.

  • Truppkasse einführen
  • (kreative) KiMiBeSti fördern: Gruppenname, Gruppenwappen, Raumgestaltung
  • gemeinsame Gruppenregeln aufstellen
  • Feedbackrunden einführen
  • Spiele für den Zusammenhalt: Spinnennetz, Pipeline, Schiffbruch, "Sortierspiel"
  • Vertiefende, weiterführende Ziele: Gruppenwochenende, evtl. Versprechen
  • Die Entdeckungsfelder der DPSG soll dabei zunehmend einfließen.

Juffis - "pädagogisch, ohne pädagogisch zu sein"

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Die Juffis sind eine Stufe im Zwiespalt - längst keine kleinen Wös mehr, aber dennoch noch nicht wirklich ein Teil von der der Gruppe der "Großen". Dabei fallen Altersunterschiede und persönliche Interesse sehr schnell ins Gewicht und haben einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtgruppe. Die Juffi-Arbeit soll bei den Wünschen des Einzelnen anfangen und in Richtung eines Versprechens aber auf die Harmonie der Gesamtgruppe hin geleitet werden.

  • Leitfrage: "Wie bin ich als Leiter pädagogisch, ohne dabei pädagogisch zu wirken?"
  • Ziel: Juffi Versprechen
  • Was möchten wir mit dem Versprechen erreichen? -> Überbrückung von Altersunterschieden; Stärkung des Gruppengefühls; Begeisterung wecken für Aktionen über die Gruppenstunden hinaus
  • Herausforderungen: Integration aller Kinder, Motivation auch für die "Dinge, die mir keinen Spaß machen."
  • Vorgehen: In jeder Gruppenstunde plant ein Kind ein Spiel nach von den Leitern vorgegebener Reihenfolge, "Ideenpool" wird bereitgestellt
  • Ideenpool für die Kinder: Boomerang bauen, Kooperationsspiele, Adventurekochen ih der freien Natur, Rallye, Menschenquartett, Niedrigseilgarten, Fotostory, Ruck Zuck, Schlag den Leiter, Blamieren oder Kassieren, Eissschollenspiel, Fährtensuche im Schnee, Schatzsuche, Halli Galli

Pfadis - "Die Jugendlichen da abholen, wo sie stehen"

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Eine Pfadistufe brauch in erster Linie eines - Impulse, sich in Bewegung zu setzen. Gemäß der alten Pädagogenweisheit, man solle Kinder immer da abholen, wo sie stehen, beginnt das Pfadi-Konzept bei Whatsapp und Co in der Lebenswelt der Gruppenkinder. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, die Jugendlichen dazu zu motivieren, an etwas teilzunehmen. Damit lassen sich Begeisterungen schüren, auf Dauer selber Verantwortung übernehmen zu können und wollen.

  • Gruppenstunden rund um das Handy aufbauen: Whatsapp-Rallye, Geocaching
  • Die Bedeutung des Handys thematisieren: freiwillige Auszeit vom Smartphone (~Smartphonestapeln"), um sich dessen Bedeutung für das eigene Leben klar zu machen.
  • Altersgemäße Unternehmungen, die Action versprechen: Pfadi-Hayk, Miniatur-Lagerbauten, Brückenbau, Paddeln
  • Kreatives, in dem sich die Gruppe selbst verwirklichen oder einfach mal abschalten kann, ohne unproduktiv zu sein: Gruppen Merchandise, Gruppengrafitti, Minifilme mit Playmobil und Lego

Rover "... auf dem Weg zur Selbstständigkeit"

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Rover sind junge Erwachsene - und damit zur Selbstständigkeit berechtigt und verpflichtet. "Ich bin Rover, ich darf das" ist für viele Träger des roten Tuchs selbstverständliches Lebensmotto. Gleichzeitig wünschen ihre Leiter sich Zeichen von Eigeninitiative und Verantwortung. Das ist nicht immer ein leichter Kompromiss zwischen dem Recht auf Gemütlichkeit und dem Wunsch nach "Leiteradepten". um den Rovern ihre Freiheit zu bieten, ohne sie am pädagogischen Zeigefinger in die Leiterrundenarbeit zu zerren, wurde ein Drei-Punkte-Programm entworfen:

  • 1. Schritt: Gruppenwochenende: Im Zentrum steht die Frage "Wie sehe ich mich als Rover? Was sind meine Aufgaben und Pflichten?" Als Unterstützung sollen die Richtlinien der DPSG, Abschnitt "Rover" dienen. Das Wochenende stimmt auf den zweiten Schritt ein.
  • 2. Schritt: Gruppenstunden-Workshops: Rover werden zunehmend in die Planung eingebunden, bis sie schließlich ihre Gruppenstunden völlig eigenverantwortung organisieren und umsetzen. Die Unterstützung der Leiter ist an Schlüsselstellen (Auto fahren, Geld vorstrecken, etc.) und bei "Zwischenberichten" gewährleistet, wird aber gezielt weiter reduziert ("Scaffolding"). Leitfragen für die Rover sind hier: "Wie plant man eine Gruppenstunde? Wie übernehme ich Verantwortung? Wie organisieren wir uns als Rover-Gruppe?"
  • 3. Schritt: Abschlussfahrt: Nach erfolgreichem zweiten Schritt geht es noch einmal auf Fahrt, vielleicht auch zu etwas Spektakulärerem (Hayk, Ausland, Bush on Tour). Hier ist die Zeit, rückblickend über das Geschaffte zu reflektieren, Entwicklungen klar aufzuzeichnen. Ein Roverversprechen könnte sich an diesem Punkt anschließen.
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